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Geschichte&Geschichten: Bahnhof Jugenheim (Bergstrassse)

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In Jugenheim gibt es eine Bahnhofstrasse aber keinen Bahnhof, es hält nur die Strassenbahn an mehren Haltestellen. Aber: früher gab es mal eine Zugverbindung mit Bahnhof, und zwar nach Bickenbach, Gesamtlänge 4,4 km. Dies kam so: Jugenheim war im 19. Jahrhundert eine Sommerfrische für reiche Bürger aus Frankfurt und Darmstadt, angezogen von der Sommerresidenz Heiligenberg des hessischen Grossherzogs. Die Bahn fuhr ab Darmstadt nach Mannheim, der nächste Bahnhof war eben Bickenbach. Um den Gästen die Anreise komfortabler zu gestalten, lies man die kurze Stichbahn bauen,  mit Halt auch in Alsbach und Seeheim. Es gab sogar einen "Theaterzug": spät abends, nach der Theateraufführung  in Darmstadt, fuhr noch ein Zug 23:45 nach Bickenbach und von da nach Jugenheim, Ankunft 0:24. So konnten die Gäste am kulturellen Leben teilhaben, auch im Urlaub. Eröffnung der Bahn war 1895, rentabel war sie wohl nie, in den 1950er Jahren wurde sie eingestellt. Geblieben sind die Bahnhostrassen in ...

Geschichte&Geschichten: 16. November 1984 - Erster Deutsche Computer Hack

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Der Chaos Computer Club nutzte einen Fehler des BTX Systems der Deutschen Bundepost aus und generierte 134.694 Mark und 70 Pfennig Einkommen durch Zugriff auf seine BTX Seite. Der CCC meldete den Fehler der Post und der Öffentlichkeit und gab das Geld zurück.

Vernissage in der Mainzer Kunst Galerie: Paul Hirsch - Neues in Bewegung - Holzskulpturen

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 Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz sprach einige freundliche Worte, begleitet von ihrem Hofberichterstatter vom SWR. Danach hielt der Vorsitzende des Vereins zur Aufforstung in RLP einen Vortrag, wenig überraschend ging es um den Nutzen der Wälder und des Holzes. Der einsetzende Regen beendete zum Glück den länglichen Vortrag. Die Holztafel mit den "Keilschriftzeichen" ist inspiriert von Pauls Beobachtung junger Chinesen an ihren Smartphones: in Windeseile tippen sie die chinesischen Schriftzeichen ein, in dem sie alphabetische Zeichenfolgen eingeben. Vielleicht kommt es wie in den USA, wo heute keiner mehr Schreibschrift schreibt sondern nur noch Druckschrift. 

Geschichte&Geschichten: 13. November 1908 - Tod von General Dietrich Graf von Hülsen-Haeseler

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 Am 13. November 1908 feierte man in Donaueschingen den Abschied von Kaiser  Wilhelm II mit einem grossen Ball. Der Chef des Militärkabinetts, General Dietrich Graf von Hülsen-Haeseler wollte den Kaiser mit einer Farce überraschen: er trat verkleidet mit einer Ballrobe und einem grossen, mit Straussenfedern verzierten Hut auf und tanzte, den Fächer kokett in eine Hand, in graziöser Weise nach den Klängen der Musik. Er verlässt den Ballsaal, den Damen Kusshände zuwerfend. Gleich hinter der Tür fällt er zu Boden und ist tot. 

Mennoniten im Elsass

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 Kürzlich war ich wieder bei den Mennoniten in Schafbusch (Elsass) zu einer Ausstellung. Die Ausstellung selbst war langweilig, aber der Raum, in dem sie stattfand, hat mir gefallen. Diese Art ist typisch für evangelikale Freikirchen, in der Kirche stehen neben dem Altar die Instrumente einer kleinen Band: Schlagzeug, Gitarren und mehr. Hier wird natürlich nicht Highway to Hell gespielt, aber Songs à la Simon&Garfunkel, die das Leben und die Welt (und Gott) loben. Das Bild mit der Baustelle zeigt die neue evangelikale Kirche in Wissembourg während er Renovierung. Nebenbei: zum Abschied zeigte mir einer der Führer eine Dose Corned Beef, die im Rahmen von Care nach dem 2. Weltkriege nach Europa geliefert wurde und hier "Mennonit" genannt wurde, dann schenkte er mir noch  ein Stück Seife zum Andenken.

Weihnachtsbier

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 Das Weihnachtsbier im Elsass kommt zur selben Zeit in die Supermärkte wie das Weihnachtsgebäck in Deutschland: kurz nach Ostern 😊

Merkwürdiges: Erbach - Das Fünfte Viertel.

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Im Italienischen nennt man so die Innereien des Schweins. Offensichtlich hat dieses ehemalige Lokal etwas mit dem Judentum zu tun, siehe Schild und Judengasse, die es aber gar nicht in Erbach gibt. Allerdings ist das Schwein unrein für Juden. Das Lokal ist geschlossen, ich konnte niemanden fragen, auf den Tischen lagen eine Menge Bibeln und andere religiöse Bücher.